Diözesan-Caritasverband Görlitz, 28.09.2018

Wohnen für alle - Caritassonntag in Finsterwalde

Am Caritassonntag, dem 23. September dieses Jahres, fand in Finsterwalde eine Stunde der Begegnung zwischen Vertretern der Lokal- und Landespolitik sowie Verantwortlichen der Caritas und interessierten Gemeindemitgliedern statt.

Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, hielt zunächst ein Impulsreferat mit dem Schwerpunkt „Wohnen für alle.“ und beleuchtete die Schwerpunkte der Wohnungspolitik im Land Brandenburg. In der anschließenden Gesprächsrunde kamen Bürgerinnen und Bürger mit ihren ganz konkreten Problemen zu Wort, wie beispielsweise dem Finden von bezahlbarem, altersgerechtem und barrierefreiem Wohnraum in den Innenstädten.

Caritasdiözesandirektor Bernhard Mones verwies dabei darauf, dass gerade diese Fragen aus seiner Sicht und aus den Erfahrungen der Beratungen einen Schwerpunkt in der Wohnungspolitik ausmachten. Es ginge mit Blick auf den demografischen Wandel oft weniger um den Neubau von Wohnraum, sondern häufig vielmehr um die Umgestaltung des eigenen Wohnraums zur Barrierefreiheit und einem altersgerechten Lebensraum. Dafür wünschte er sich seitens der Politik noch mehr Angebote und Fördermöglichkeiten. Mit diesem Vorstoß traf er bei den Anwesenden auf offene Ohren und die Staatssekretärin ergänzte, dass man in Zukunft auch über eine Vielzahl von Wohnangeboten im Alter nachdenken müsse. Nicht jeder wolle allein in seiner Wohnung bleiben, Wohngemeinschaften oder Gemeinschaftshäuser verzeichneten eine gestiegene Nachfrage.

Der rege Austausch in dieser Stunde der Begegnung, den RBB Moderator Sascha Erler gekonnt moderierte, wurde von allen Beteiligten als förderlich und fruchtbar empfunden. „Ich bin sehr froh über das große Interesse der politischen Akteure“, freute sich Markus Adam, Regionalleiter der Caritas-Region Cottbus zum Abschluss des Tages. „Wir bereiten unsere Kampagnen ja bereits einige Jahre im Voraus vor. Das große politische Interesse nicht nur in der Region, sondern sogar auf Bundesebene, zeigt, dass wir mit unserer Wahrnehmung als Caritas ganz nah an den gesellschaftlichen Problemen sind.“

 

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